Der Vampir

Nachts auf einem düsteren Friedhof. Eine Kirchenglocke läutet und verscheucht einen schwarzen angsteinflößenden Raben von einem Grabstein. Ein schwarzgekleideter Spieler steht vor dem Grab und trauert seinem Verlust nach. Doch plötzlich öffnet sich die schwere Grabsteinplatte und ein Vampir steigt kerzengerade und bewegungslos aus dem Grab.

Er streckt seine Arme in Richtung des Trauernden. In seiner Hand ein Smartphone. Mit blutverschmierten Mundwinkeln und krächzender Stimme ruft er „Cääshhbäcck“! Dem Spieler wird klar, dass sein Wettschein noch lange nicht tot ist – auch wenn er nicht trifft. Die Beiden feiern die 20% Cashback mit zwei unheimlich schönen Vampirgirls bis in die Morgengrauen.

Der Bergsteiger

An einem sonnigen Frühlingstag auf einem Berggipfel. Ein uriger sportlicher Bergsteiger im Flanellhemd und mit Gletscher-Bart erklärt uns die offensichtlichsten Parallelen zwischen der Alpinen- und Sportwetten-Welt. Neben ihm taucht eine sympathische Hütten-Heidi auf, die ihm aufmerksam zuhört.

Unter ihnen befindet sich eine Steilwand, in der wir zwei Kletterer sehen: Einen blaugekleideten, den unser Bergsteiger sichert und einen ungesicherten im roten Outfit. Der Gesicherte hangelt gekonnt von einem Felsvorsprung zum anderen, bis er keinen Halt mehr findet, abstützt und routiniert gesichert wird. Sichtlich erleichtert und am Seil baumelnd erklärt er uns, dass man auch beim Wetten immer auf Sicherheit achten muss. In diesem Moment stürzt der rotgekleidete schreiend an ihm vorbei.

Der Trainer

Ein gutaussehender, dunkelhaariger, etwas eitler Italiener um die 40. Er trägt die Haare zurückgegelt, einen perfekten Maßanzug und eine sehr teure Armbanduhr. Sein Deutsch ist stark italienisch eingefärbt, er ist sehr temperamentvoll und fährt gern mal aus der Haut.

Die Messlatte der zu erbringenden Leistungen seiner Spieler ist hoch - und wehe sie werden seinem Anspruch nicht gerecht. Dann lässt er auf gut deutsch auch mal die Sau raus. Nein, Diplomatie ist bei einem Trainer seiner Kragenweite nicht zu erwarten. Dafür brennt er aber für seine Mannschaft und den Erfolg und schießt insgeheim jede Ecke und jeden Freistoß am Spielfeldrand selbst mit.

Der Sportdirektor

Ein Bundesliga-Urgestein, grauhaarig, gemütlich und ein "Original". Seinen in die Jahre gekommenen, etwas leger sitzenden Anzug ergänzt er grundsätzlich immer mit einem Fanschal und einer farblich passenden Krawatte - egal ob diese längst aus der Mode gekommenen ist.

Er spricht breites Kölsch, ist durch nichts aus der Ruhe zu bringen und kennt sich in der Spielertransferszene aus wie kein anderer. Auch wenn er gerade den Namen seiner letzten Neuverpflichtung vergessen hat, ihm macht im Bundesligazirkus niemand etwas vor.

Allerdings:
Bescheidenheit ist nicht seine Sache …Dafür wollen aber alle ein Selfie mit ihm.

Der Kommentator

Eine absolute Plaudertasche der alten Schule. Nie um Sprüche verlegen, die er immer mit starkem bayerischem Einschlag abfeuert. Wenn man ihn in eine Talkshow einlädt, braucht man keine weiteren Gäste.

Besonders charakteristisch: Keiner lacht mehr über seine Zoten und Witze als er selbst. Im Grunde genommen müsste das Fußballspiel gar nicht stattfinden - er könnte genauso über Zuchtgurken berichten - Hauptsache er kann seine Kalauer loswerden. Dafür lieben ihn seine Fans.

Und das obligatorische Headset mit Mikrofon darf natürlich auch nicht fehlen. Ein klassischer Stadionreporter, wie man sie heute kaum noch findet. Ganz großes Tennis!

Der Stürmer

Ausgestattet mit Goldkettchen, Goldkrücke, Goldkopfhörern und Brilliant-Ohrringen macht er keinen großen Hehl daraus, dass es bei ihm, zumindest aus finanzieller Sicht, sehr gut läuft. Sportlich hinkt die brasilianische Frohnatur jedoch seit geraumer Zeit im wahrsten Sinne des Wortes hinterher.

Die Rede ist von Roberto da Turo, seit 11 Jahren verletzt und deshalb dauerhaft von der Arbeit befreit, und trotzdem einen dicken Vertrag in der Tasche.

Man erkennt ihn an seiner brasilianisch-braunen Haut, den lässigen Rastalocken und schneeweißem Gips. Sein gelb-blaues Trikot trägt er immer noch, auch wenn es am Bauch schon etwas spannt. Roberto da Turo spricht deutsch mit brasilianisch-portugiesischem Singsang-Akzent. Maisch bonito!

Der Mannschaftsarzt

Eine Koryphäe in der Sportmedizin. Egal an was seine Superstars leiden, er hat das passende Wunderheilmittel in seinem ledernen Arztköfferchen immer griffbereit. Er spritzt, massiert oder redet alle seine Sportler in kürzester Zeit wieder fit.

Mannschaftsarzt Heinz-Jochen Mayer-Wübenhorst hat trotz seiner 60 Lebensjahre lange blonde Haare und einen knackig braunen Ibiza-Teint. Im Stadion ist er nur in einem weißen Trainingsanzug anzutreffen und immer hängt ein Stethoskop um seinen Hals.

Sein charmanter Wiener Dialekt und seine stets gemütliche Art führen dazu, dass man ihmstundenlang zuhören könnte. Obwohl er sich im Leben nicht beklagen kann, findet er immer einen, der’s noch besser hat: Wie zum Beispiel unseren Waldi.